Kurze Nacht und extreme Hitzeschlacht für Matze Doll beim Ironman in Frankfurt

Dass der Abi-Ball seines Sohnes genau mit dem Ironman in Frankfurt zusammenfallen wird, konnte Matze Doll
bei der Anmeldung im letzten Jahr nicht wissen. Nach 9-monatigem Training war dann jedoch keine Option, das
eine oder das andere ausfallen zu lassen. So fuhr Matthias am Samstag zum Check In nach Frankfurt und von
dort zurück zum Abi-Ball nach Weimar. Als die Jugendlichen dann ohnehin unter sich bleiben wollten, machte er
sich mit seiner Frau erneut auf den Weg nach Frankfurt, um zumindest 3 Stunden zu schlafen. Vermutlich war das
gar nicht so schlecht, denn so hatte er keine Zeit, großartig über die vorhergesagten Temperaturen
nachzudenken. Wenn man so viele Monate in intensives (zwischen 13 und 18 Stunden pro Woche- neben Beruf und
Familie!) Training investiert hat, wird man trotz aller widrigen Bedingungen irgendwie versuchen, den
Wettkampf durch zu ziehen. 
Schon einige Tage vorher war allen Athleten klar, dass es ein Neoverbot geben wird. Der Langener Waldsee
brachte es am zeitigen Morgen auf über 24 Grad. Mit einer tollen Zeit von 1:20:03 h stieg Matthias nach den
3,8 km aus dem Wasser und dann aufs Rad. Die mit 185 km wieder längere Radstrecke meisterte er in knapp
sechseinhalb Stunden. Danach begann jedoch die größte Herausforderung: der Marathon. 42,195 km bei 39°C zu
laufen, verlangte den Sportlern alles ab. Am krassesten war dies bei der deutlich führenden Amerikanerin Sara
True zu sehen, die 900 m vor dem Ziel völlig dehydriert zusammenbrach und das Rennen nicht beenden konnte.
Matze jedoch machte alles richtig, trank ausreichend, legte Gehpausen ein, kühlte sich regelmäßig
mit dem angebotenen Eis und konnte so den Marathon unter 6 Stunden beenden. Mit einer Gesamtzeit von 14:05:10
Stunden erreichte er den 183. Platz seiner Altersklasse. Damit ließ er fast zwei Drittel der Starter in
seiner AK hinter sich. Selbst die mitgereisten Freunde des HSV, die allein vom Zuschauen in der
extremen Hitze völlig geschafft waren, konnten nur eins sagen: CHAPEAU, Matze!  Nun ist Erholung angesagt und
sicherlich werden trotzdem bald wieder Pläne für die nächste Langdistanz geschmiedet. Vielleicht sind ja
2020 die Bedingungen angenehmer.



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